In letzter Zeit bieten die dafür nicht vorgesehenen Personen den Befreiungsdienst immer häufiger an, z.B.: gemeine Betrüger und Menschen, die die Exorzismen der Jesu Gebote ungeachtet oder für Geld aussprechen. Ihre Handlungen bringen beklagenswerte Folgen mit sich. Es sind am häufigsten Bioenergotherapeuten, Wahrsagerinnen, Beschwörer und Kurpfuscher. Sie werben für ihre Dienste sehr oft im Internet und in Zeitschriften. Ihre Tätigkeit ist auf getarnten Okkultismus und Spiritismus zurückzuführen. Besitzen solche „Exorzismen“ eine reale Befreiungsmacht? – Nein.
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Exorzismen damals und heute
Die Art und Weise, die bösen Geister auszutreiben, lehrte Christus seine Jünger. Sowohl die Exorzismen von Jesus, als auch die später von seinen Jüngern unter Juden und Heiden vollzogenen, sind dank ihrer Wirksamkeit berühmt worden. Die Macht über den bösen Geistern bestätigt gewissermaßen die Wahrhaftigkeit des christlichen Glaubens und ist zugleich Frucht der Verkündung von der Frohen Botschaft.
Exorzismen in der Bibel
Die exorzistischen Charakter besitzenden Praktiken waren in heidnischen Religionen bekannt, aber sie nahmen oft einen Standpunkt ein, der sich durch Erflehen des bösen Geistes und Zollen der Achtung charakterisierte. Sie hatten religiösen, magischen oder medizinischen Charakter. Im Alten Testament wird über den Teufel sehr selten gesprochen, es wird alles gemieden, was Dualität von Gut und Böse suggerieren könnte.
Katechismus der Katholischen Kirche
1673 Wenn die Kircheöffentlich und autoritativ im NamenJesuChristi darum betet, daß eine Person oder ein Gegenstandvor der Macht des bösenFeindesbeschützt und seiner Herrschaftentrissen wird, spricht man von einem Exorzismus. Jesus hat solche Gebetevollzogen [Vgl. Mk 1,25-26]; von ihm hat die KircheVollmacht und Auftrag, Exorzismenvorzunehmen [Vgl. Mk 3,15; 6,7.13; 16,17.].
Exorzistenweihen in der katholischen Kirche
Zuerst war das Exorzieren einfach ein Charisma und viele praktizierten es ohne irgendwelcher Weihen. Erste Erwähnung der formalen Exorzisteneinsetzung stammt aus dem Brief Papst Cornelius (251-253) an Fabius von Antiochia. Die erste Erwähnung über das Exorzistenstatut im Osten ist in Urkunden des Konzils von Laodicea (um 360) zu finden. Das Problem der ersten Exorzistenweihen brachte Synode von Karthago zur Sprache (398 ).
Codex des Kanonischen Rechtes
Can. 1166 — Sakramentalien sind heilige Zeichen, durch die in einer gewissen Nachahmung der Sakramente Wirkungen, besonders geistlicher Art, bezeichnet und kraft der Fürbitte der Kirche erlangt werden.